Das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) ist in Kraft getreten

Fachbeiträge

08. Juni 2023

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Mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) am 27. Mai in Kraft getreten. Ziel des GNDEW, als neues Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), ist es, den Rollout intelligenter Messsysteme (iMSys) durch verfahrensbedingte Entbürokratisierung zu beschleunigen und Rechtssicherheit zu stärken. Ingo Stracke, Business Development Manager, hat den Gesetzgebungsprozess kontinuierlich verfolgt und in diesem Beitrag die, aus QUNDIS Sicht, wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Ein Rückblick: Im Oktober 2022 hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck einen Neustart für den Rollout vom Smart Meter Gateway (SMGW) in Aussicht gestellt. Nur wenige Tage später hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) einen ersten Referentenentwurf zum GNDEW vorgelegt. Im April 2023 wurde das GNDEW im Bundestag beschlossen und im weiteren Gesetzgebungsprozess am 12. Mai 2023 abschließend auch vom Bundesrat gebilligt. Mit der Veröffentlichung des GNDEW im Bundesgesetzblatt ist dieses am 27. Mai 2023 endgültig in Kraft getreten.

Smart Meter Gateway bleibt die zentrale Kommunikationsplattform

Mit dem GNDEW wird das Smart Meter Gateway als Kernkomponente bei der Digitalisierung der Energiewende bestätigt. Das SMGW bleibt auch mit dem neuen Gesetz konsistent die sichere Kommunikationsplattform, im Interesse von Datenschutz sowie der Daten- und Cybersicherheit. Der Gesetzgeber stärkt damit die Rechtssicherheit und festigt den zentralen Stellenwert des SMGW als Herzstück bei der Transformation zum intelligenten Stromnetz.

Rollout intelligenter Messsysteme (iMSys) startet sofort – Ausstattungsquote bis zu 95% in 2030

Der formulierte Rollout-Fahrplan mit dem Rollout-Ziel 2030 hat weiterhin Bestand und wird mit Inkrafttreten des Gesetzes zeitnah starten. Die iMSys-Ausstattungspflicht für grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) erfolgt dabei abgestuft. Für Messstellen an Zählpunkten mit einem Jahresstromverbrauch von durchschnittlich über 6.000kWh (bis einschließlich 10.000kWh) – z.B. der Jahresverbrauch von einem Allgemeinstromzähler in einer Liegenschaft mit Wärmepumpe oder Fahrstuhl – beginnt der iMSys-Rollout spätestens 2025. Bis Ende 2025 sollen zunächst 25% aller auszustattenden Messstellen nach der Verbrauchskategorie zu iMSys ausgestattet werden; schon Ende 2028 sind 50% der betroffenen Messstellen auszustatten. Bis zum 31. Dezember 2030 müssen mindestens 95% aller auszustattenden Messstellen mit dem o.g. Jahresverbrauch ausgestattet werden, so dass von einem großflächigem iMSys-Rollout gesprochen werden kann.

 

Bündelung von Zählpunkten und vereinfachte Prozesse

Mit dem GNDEW wird zukünftig auch ermöglicht, dass mehrere Zählpunkte an ein SMGW angebunden werden – die sogenannte 1:n Fähigkeit. Darüber hinaus kann – unter Einhaltung angrenzender Bestimmungen aus dem GNDEW – diese Bündelung an ein SMGW auch in räumlicher Nähe einer Liegenschaft, z.B. in Netzknoten der Netzbetreiber, realisiert werden.

Eine Vereinfachung der Prozesse sollte es auch rund um die Sichere Lieferkette (SilKe) geben. Bereits in den Entwürfen zum GNDEW wurde unter anderem der Postversand der SMGW als Maßnahme formuliert. So sollte zum Beispiel der Versand der Geräte, statt bisher mit hochsicheren Transportboxen, zukünftig auch per Post oder Paketdienst möglich sein. Mit Inkrafttreten des GNDEW sind nun kurzfristig bis 31. Dezember 2023 massentaugliche Prozesse für Hersteller und Messstellenbetreiber umzusetzen, die konkret auch den Transport per Kurier-, Express- oder Paketversand ermöglichen müssen.

Preisobergrenzen jetzt mit Kostensplitting

Das GNDEW sieht wie in den Entwürfen angekündigt zukünftig ein Kostensplitting der Preisobergrenzen (POG) vor, um den Anschlussnutzer bei den iMSys-Kosten zu entlasten. In der zuvor schon herangezogenen Beispiel-Jahresverbrauchskategorie von 6.000 kWh bis 10.000 kWh, in der der Anschlussnutzer bisher 100 Euro brutto jährlich für ein iMSys zu tragen hatte, sind zukünftig lediglich noch 20 Euro brutto pro Jahr zu entrichten. Die Differenz in Höhe von hier 80 Euro brutto jährlich sind zukünftig vom Anschlussnetzbetreiber zu übernehmen, da dieser durch das iMSys einen wesentlichen Nutzen für das intelligente Netz erhält. Für private Haushalte und Kleingewerbe werden die Kosten für ein iMSys somit deutlich reduziert und gleichzeitig die Akzeptanz erhöht.

SMGW-Anbindung gemäß Heizkostenverordnung zu definierten Konditionen

Eine wichtige Weichenstellung ergibt sich aus dem GNDEW nun auch in Bezug auf die Anbindung von Submetering-Systemen an das SMGW. Konkret wird mit der Beschreibung von zwei, für die Messdienstbranche Transparenz schaffenden Zusatzleistungen, das BSI-konforme Submetering als nachhaltige Zukunftslösung und möglicher Stand der Technik noch wahrscheinlicher.

Diese Zusatzleistungen sind:

„die Übermittlung von abrechnungsrelevanten Messdaten aus dem Submetering- System der Liegenschaft nach der Heizkostenverordnung über das Smart-Meter- Gateway“  1

und

„die Bereitstellung und den technischen Betrieb des Smart-Meter-Gateways, seiner Schnittstellen und Kanäle für Auftragsdienstleistungen des Anschlussnutzers oder des Anschlussnehmers und Mehrwertdienste[…]“  2

Der Gesetzgeber regelt, beziehungsweise ermöglicht mit diesen Zusatzleistungen die Umsetzung energiewirtschaftlicher Anwendungsfälle aus dem Stufenmodell zur Weiterentwicklung der Standards für die Digitalisierung der Energiewende. Diese wurde vom BMWK in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) veröffentlicht.

Für mehr Transparenz bei den Kosten sorgen zudem jährliche Brutto-Höchstbeträge, die ein gMSB für Zusatzleistungen in Rechnung stellen kann. So sind für die zuvor beschriebenen Zusatzleistungen, die im Kontext der SMGW-Anbindung voraussichtlich zu berücksichtigen sein werden, jeweils maximal 10 Euro pro Jahr zu entrichten. Das GNDEW schafft mit den inhaltlich sowie preislich definierten Zusatzleistungen jetzt mehr Klarheit für Messdienstleister, um gemeinsam erfolgreiche Kooperationen mit gMSB eingehen zu können.

Bündelangebot wird teilweise ergänzt um Abrechnungsdienstleistung

Im GNDEW wird eine weitere Neuerung für die Branche umgesetzt – konkret im §6 MsbG, der Paragraf für das sogenannte Bündelangebot oder das Liegenschaftsmodell. Sollte beim Zustandekommen eines wettbewerblichen Bündelangebots i.S.d. §6 (1) MsbG die Heizwärme Teil der Spartenbündelung sein, so ist in Zukunft beim Kostenvergleich auch die Abrechnungsdienstleistung einzubeziehen. Es kommt durch das Gesetz somit zu einer stärkeren bzw. logischen Verknüpfung zwischen der Sparte Heizwärme und der naheliegenden Abrechnungsdienstleistung.

Messdienstleister können Teil der Digitalisierung der Energiewende sein

Das GNDEW zeigt deutlich die zukünftige Entwicklung der Energiebranche auf. Aus der Sicht von QUNDIS kann dies als Chance für die Messdienstbranche gesehen werden. Mit dem SMGW als zentrale Kommunikationsplattform für das Submetering.

Gemeinsam mit unseren Kunden sind wir Teil und wichtige Akteure in diesem Transformationsprozess. Die technische Anbindung der QUNDIS Systemlösungen an das SMGW und der Wissenstransfer über regulatorische Rahmenbedingungen steht aus diesem Grund bereits seit einiger Zeit im Fokus.

Zusammen mit unseren Messdienstleistern realisieren wir bereits Pilotprojekte für das BSI-konforme Submetering. Durch dieses gemeinsame Engagement unterstützen wir den SMGW-Rollout und die Digitalisierung der Energiewende bereits heute maßgeblich.

Nutzen Sie gerne unseren GNDEW-Workshop und lassen Sie uns gemeinsam erarbeiten und analysieren, wie das BSI-konforme Submetering auch in Ihrem Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden kann.

 

[1] Bundesrat (2023): Gesetzesbeschluss des Deutschen Bundestages – Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der
Energiewende, Drucksache 161/23, S. 14
[2] Bundesrat (2023): Gesetzesbeschluss des Deutschen Bundestages – Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der
Energiewende, Drucksache 161/23, S. 15

Seit 2022 unterstützt QUNDIS die Basketball Löwen Erfurt als offiziellen Sponsor. In diesem Jahr fand in den Osterferien erstmalig das QUNDIS-Ostercamp statt, bei dem Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre teilnehmen konnten

Ostercamp soll Bewegung in den Ferien fördern  

Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland bewegen sich laut aktuellen Studien zu wenig. Dieser negative Trend des Bewegungsmangels wurde durch die Corona-Pandemie weiter verstärkt. Damit sich Kinder und Jugendliche in Erfurt und in der Umgebung auch in den Ferien mit viel Spaß sportlich betätigen können, haben die Basketball Löwen Erfurt vor einigen Jahren das Ostercamp ins Leben gerufen.

Dieses Jahr wurde das Basketballcamp zum ersten Mal von QUNDIS, dem in Erfurt ansässigen Unternehmen und führenden Hersteller von Messgeräten und von Systemen zur Verbrauchsdatenerfassung, ausgerichtet. Egal ob Dribbling, Korbwürfe oder Koordinationsübungen – die Trainer und Betreuer des Camps brachten den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen mit reichlich Vergnügen die Basics des Basketballs bei.

Im Ostercamp steht die sportliche Leistung nur an zweiter Stelle ‒ die Förderung des Teamgeists und die Freude an der Bewegung sind das Hauptanliegen der Initiative. Das Trainingscamp als unvergessliches Ferienerlebnis, auch für Kinder, die sonst noch nie mit Basketball in Berührung gekommen sind ‒ Mission erfolgreich ausgeführt!

© QUNDIS GmbH

Ein Tag voller sportlicher Aktivität  

Das Ostercamp startete an den drei Tagen jeweils um 9 Uhr in der Walter-Gropius-Schule in Erfurt und dauerte bis nachmittags um 16 Uhr.

Matthias Herzog, der Geschäftsführer der Basketball Löwen, eröffnete das Camp am ersten Trainingstag, bevor sich Florian Gut als sportlicher Leiter und Camp-Leiter Paul Bude den Anwesenden vorstellten.

Die teilnehmenden Kids erhielten täglich ein Mittagessen vor Ort und bereits bei der Anmeldung ein offizielles Camp-T-Shirt für ihre zukünftigen Trainings.   Zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung durften die Kinder einen QUNDIS Turnbeutel mit kleinen Überraschungen mitnehmen.

© QUNDIS GmbH

QUNDIS verstärkt soziales Engagement in Thüringen 

Die Nachwuchsförderung liegt QUNDIS besonders am Herzen, so Claudia Fiedler, Leiterin Marketing und Kommunikation: „Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Angeboten zu ermöglichen, die sie in ihrer persönlichen Entwicklung fördern und sie stark für die Zukunft machen, ist eine wichtige Aufgabe, an der wir uns sehr gern beteiligen und entsprechend unterstützen.“

Mit dem Sponsoring des Ostercamps hat QUNDIS seine gemeinnützige Arbeit weiter ausgebaut. Neben der Unterstützung der Basketball Löwen Erfurt engagiert sich das Unternehmen auch für das Kinderhospiz Mitteldeutschland e. V. sowie bei den Baumpaten Thüringen. Bei der Auswahl von Partnern spielt das soziale Engagement in der Region eine entscheidende Rolle – mit den Basketball Löwen Erfurt hat QUNDIS seit 2021 einen starken Partner an der Seite, der sich sehr für die Kinder- und Jugendarbeit einsetzt.

Seit Ende November konnten sich QUNDIS-Mitarbeitende an der Wunschweihnachtsbaumaktion beteiligen und die Weihnachtswünsche schwer kranker Kinder erfüllen. Am 20. Dezember wurden die Geschenke dem Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland überreicht.

Meist sind es die kleinen Dinge, die uns auch in schweren Situationen schöne Momente bescheren können. Ein Märchenbuch, ein Legoset oder ein Memory-Spiel zu Weihnachten kann etwas ganz Besonderes sein und ein Lächeln ins Gesicht eines Kindes zaubern. Seit dem 29.11.2022 hingen insgesamt 23 solcher Wunschzettel am Wunschbaum im Foyer der QUNDIS-Zentrale in Erfurt. Alle QUNDIS-Mitarbeitenden konnten sich einen Wunsch vom Baum pflücken und diesen erfüllen. Die Geschenke wurden dann von den Mitarbeitenden selbst verpackt und wieder unter den Baum gelegt.

Vom Wunschweihnachtsbaum wurden 23 Herzenswünsche gepflückt. Dazu kamen noch 14 weitere Geschenke mit denen die QUNDIS Mitarbeitenden den Kindern vom Kinderhospiz eine Freude machen wollten.

Von einer tödlichen Krankheit sind mehr als 50.000 Kinder- und Jugendliche in Deutschland betroffen. Bis zu 28 Tage im Jahr nimmt das stationäre „Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland e. V.“ in Tambach-Dietharz die betroffenen Familien auf. Gemeinsam können sie hier das ganzheitliche Pflege-, Betreuungs- und Begleitungskonzept nutzen. Dabei wird nicht nur das schwer kranke Kind liebevoll umsorgt und optimal gepflegt, auch die Familien erfahren umfassende Hilfe und Entlastung. Diese oftmals mehrfach im Jahr stattfindenden Aufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, geben den betroffenen Eltern neue Kraft, die zumeist eine aufwändige 24-Stunden-Pflege meistern müssen. Die gesunden Geschwisterkinder werden in dieser Zeit begleitet und können viele Angebote vor Ort nutzen.

Im Dezember 2021 hatte QUNDIS das Kinderhospiz bereits mit einer Spende von 5.000 Euro unterstützt. Mit dem Wunschweihnachtsbaum sollen nun weitere Wünsche der Kinder erfüllt werden, um ihnen für Weihnachten ein kleines Lächeln auf das Gesicht zu zaubern. „Wir freuen uns, dass bereits nach wenigen Tagen alle Wunschzettel gepflückt wurden und wir sogar zusätzliche Geschenke erhalten haben. Es ist toll, dass sich die QUNDIS-Mitarbeitenden so leidenschaftlich für diese gute Sache engagieren und zahlreich unterstützen. Wir hoffen, so den Kindern und Jugendlichen eine Freude zu bereiten sowie für strahlende Kinderaugen zu sorgen.“

Die verpackten Geschenke wurden am 20. Dezember dem Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland bei QUNDIS in Erfurt überreicht:

Geschenkübergabe am 20.12.2022 bei QUNDIS an Marcus Köhler vom Kinderhospiz Mitteldeutschland e. V.

Wer mehr erfahren oder die Arbeit des Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland unterstützen möchte, kann dies gern tun. Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen:
www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de/spenden.

Gemeinsam können wir so das Kinderhospiz in ihren Projekten noch weiter unterstützen.

Mit dem Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) will das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz den Ausbau der intelligenten Messsysteme (iMSys) deutlich beschleunigen. Business Development Manager Ingo Stracke hat den Entwurf, der am 29. November 2022 veröffentlicht wurde, betrachtet. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die aus QUNDIS Sicht wichtigsten Änderungen und Neuerungen für die Messdienstleisterbranche auf.

Bereits im Oktober 2022 hatte Bundeswirtschaftsminister Habeck einen Neustart für den Rollout vom Smart Meter Gateway (SMGW) in Aussicht gestellt – mit einem umfassenden Maßnahmenpaket, das Hürden beseitigen soll und damit zu Vereinfachungen für die gesamte Energiebranche führt. Entstanden ist ein Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) über ein Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW), der am 29. November 2022 veröffentlicht wurde.

Mehr Tempo beim Ausbau von intelligenten Messsystemen 

Direkt zu Beginn wird im Referentenentwurf das primäre Ziel des GNDEW formuliert: Der Rollout intelligenter Messsysteme (iMSys) soll auf die für die Energiewende notwendige Geschwindigkeit beschleunigt werden. Durch eine Entbürokratisierung von Verfahren rund um den Rollout sowie die Stärkung der Rechtssicherheit soll die Digitalisierung der Netze im Kontext der Energiewende forciert werden.

Smart Meter Gateway als sichere Kommunikationsplattform

Das Smart Meter Gateway spielt dem Referentenentwurf nach weiterhin eine wesentliche Rolle. Denn im GNDEW definiert der Gesetzgeber das SMGW jetzt nochmal eindeutig als zentrale Kernkomponente bei der Digitalisierung der Energiewende. Das SMGW wird vom BMWK damit als sichere Kommunikationsplattform im Hinblick auf den Datenschutz sowie der Daten- und Cybersicherheit bestätigt und festigt damit konsistent seinen zentralen Stellenwert als Herzstück bei der Transformation zum intelligenten Netz – der Digitalisierung der Energiewende.

Die Zeichen stehen scheinbar auf einen Full-Rollout in 2030

Mit dem im Entwurf des GNDEW gesetzlich verankerten Rollout-Fahrplan fokussiert das BMWK eindeutig das Rollout-Zieldatum 2030. Zu diesem Zeitpunkt sollen den Plänen des BMWK nach bis zu 95% der auszustattenden Messstellen zu intelligenten Messsystemen umgerüstet werden. Damit kann praktisch von einem nahezu flächendeckenden Rollout gesprochen werden.

Um die Rollout-Beschleunigung zu erhöhen, verfolgt das BMWK mit dem Gesetzentwurf verschiedene Ansätze und nimmt dazu in einigen Teilbereichen des derzeit gültigen Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) aus 2016 Anpassungen vor. Zum einen werden neue Montage-Konzepte ermöglicht. Das Stichwort ist hier die sogenannte 1:n Fähigkeit. Das bedeutet, dass mehrere moderne Messeinrichtungen (mME) an einem SMGW betrieben werden können. Auch eine flexiblere Platzierung der SMGW – z.B. in Netzknoten der Netzbetreiber – soll nach dem GNDEW möglich werden. Zum anderen soll es dem Entwurf nach eine Vereinfachung der Prozesse rund um die Sichere Lieferkette (SilKe) geben. So soll zukünftig auch der Postversand der SMGW möglich sein – also der Versand der Geräte per Post bis hin zum Monteur vor Ort.

Kostensplittung bei der Preisobergrenze

Nicht zuletzt soll auch ein Kostensplitting der Preisobergrenze (POG) für einen schnelleren Ausbau sorgen. Das BMWK entlastet nach dem Entwurf die iMSys-Kosten für den Anschlussnutzer deutlich; gleichzeitig will das BMWK hingegen zukünftig den Anschlussnetzbetreiber angemessen beteiligen. Für private Haushalte und Kleingewerbe sollten sich die Kosten für ein iMSys somit voraussichtlich reduzieren.

Bündelangebote und SMGW-Anbindung nach der Heizkostenverordnung

Für die Messdienstbranche ergeben sich aus dem Entwurf des GNDEW weitere Neuerungen. Durch die formulierte Anpassung im §6 Messtellenbetriebsgesetz (MsbG) kommt es z.B. zu der Klarstellung, dass beim Zustandekommen eines wettbewerblichen Bündelgebots i.S.d. §6 (1) MsbG – bei dem die Heizwärme Teil des Spartenbündelung ist – in Zukunft beim Kostenvergleich nun eindeutig auch die Abrechnungsdienstleistung enthalten sein soll.

Darüber hinaus gibt das GNDEW jetzt auch an einer anderen Stelle eine klare Richtung vor – die Anbindung von Submetering-Systemen an das SMGW. Konkret wird mit der Beschreibung der neuen Zusatzleistung

„…die Übermittlung von abrechnungsrelevanten Messdaten aus dem Submetering-System der Liegenschaft nach der Heizkostenverordnung über das Smart-Meter-Gateway…“

das BSI-konformes Submetering als Zukunftslösung noch wahrscheinlicher.

Denn das BMWK verweist im Referentenentwurf auch auf das mit dem BSI gemeinsam veröffentlichte Stufenmodell und die darin beschriebenen energiewirtschaftlichen Anwendungsfälle. Für mehr Transparenz bei den Kosten für Zusatzleistungen sorgt zudem ein fester Prozentsatz, der an die Preisobergrenze (POG) angelehnt sein soll.

Fazit

QUNDIS versteht sich gemeinsam mit Messdienstleistern als wichtige Akteure der Energiewende und unterstützt daher bereits seit Jahren mit seinem Engagement zum BSI-konformen Submetering den Rollout maßgeblich. Die Anbindung der QUNDIS Systemlösungen an das SMGW steht seit längerem im Fokus und wird im Feld bereits erfolgreich umgesetzt.

Die QUNDIS Systemlösungen sind daher schon heute weitestgehend auf die zukünftigen, gesetzlichen Anforderungen vorbereitet und lassen sich meist schnell in die Prozesse unserer Messdienstleisterkunden implementieren. Das GNDEW kann nach dem derzeitigen Kenntnisstand damit für unsere Kunden als neue Chance gesehen werden – mit dem SMGW als zentrale Kommunikationsplattform für das Submetering.

Nutzen Sie gern unsere Schulungsangebote und steigen Sie auf das BSI-konformes Submetering gemäß der Heizkostenverordnung und dem voraussichtlich neuen GNDEW um.

QUNDIS steht Ihnen als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Wälder in Thüringen leiden unter der Trockenheit der letzten Jahre und an Schädlingsbefall. Die Initiative Baumpaten Thüringen e.V. setzt sich dafür ein, die Wälder aufzuforsten. Unterstützung erhält sie dabei von QUNDIS. Das Erfurter Unternehmen hat nun in einer Baumpflanzaktion am 10. November den Spatenstich gesetzt und die ersten Bäume gepflanzt. Bis 2025 will QUNDIS sein Engagement ausbauen und insgesamt 5.000 Bäume pflanzen. 

Gerade einmal 600 Einwohner zählt das beschauliche Dorf Gehaus mit dem Ortsteil Hohenwart im Westen Thüringens. Sorgsam restaurierte Fachwerkhäuser reihen sich an Einfamilienhäuser, es gibt eine Kirche und sogar ein kleines Schloss. Es ist ein schöner Herbsttag am 10. November 2022, als Mandy Schneider und Claudia Fiedler hier stellvertretend für QUNDIS die ersten Bäume mit den Baumpaten Thüringen pflanzen. Im Hintergrund zeigt der Thüringer Wald die stattliche Farbenpracht des Herbstes: Gelb mischt sich mit Braun, Rot und Grün.  

Ein wenig emotional war es dann doch für Claudia Fiedler, als sie den kleinen Lärchensetzling im Boden platzierte und mit Erde bedeckte. „Wenn man bedenkt, dass das der Auftakt ist zu einem kleinen QUNDIS-Wald, ist das schon ein tolles Gefühl, den ersten Setzling zu pflanzen“, so die Bereichsleiterin Marketing und Kommunikation bei QUNDIS.  

Waldsterben in Thüringen – Pflanzaktion, um Wald aufzuforsten 

Gemeinsam mit den Baumpaten Thüringen ist sie an diesem Tag vor Ort. Denn leider zeigt sich in Gehaus auch die andere Seite des Thüringer Waldes. Die Wälder des Freistaats leiden unter der Trockenheit durch die ungewöhnlich heißen Sommer der vergangenen Jahre. Schädlinge wie der Borkenkäfer, Schwammspinner oder Pilzbefälle tun ihr Übriges und sorgen dafür, dass Jahr für Jahr tausende Bäume absterben. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt geht anhand von satellitengestützten Auswertungen davon aus, dass zwischen Januar 2018 und April 2021 auf rund 501.000 Hektar Fläche Baumbestände zerstört wurden – das entspräche fünf Prozent der Waldfläche.  

Baumpflanzaktion der Baumpaten-Thüringen mit QUNDIS im Nov. 2022 | © „Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen“

Baumpaten Thüringen – Hoffnung für die Thüringer Wälder 

Die Baumpaten Thüringen haben es sich zum Ziel gemacht, die Thüringer Wälder wieder aufzuforsten – und setzen dabei ganz auf die Unterstützung von Unternehmen wie QUNDIS. „Obwohl es bereits staatlich geförderte Aufforstungsprojekte gibt, decken diese meistens nur öffentlich bewirtschaftete Waldflächen ab. Der privat bewirtschaftete Sektor profitiert nicht ausreichend von solchen Initiativen“, erklärt Martin Zink, der zusammen mit Curtis Schüssler das Projekt Baumpaten Thüringen gegründet hat. Durch die gestiegenen Preise für Setzlinge, Zäune und Materialien und durch strenge Auflagen staatlicher Förderungen würden brachliegende Flächen nicht genügend aufgeforstet werden. „Diese Lücken wollen wir mit den Baumpatenschaften schließen. Wir wollen erreichen, dass nicht genutzte Flächen durch die gespendeten Setzlinge in neuen Lebensraum verwandelt werden.“ 

Erfolg der Baumpaten Thüringen dank Unternehmen wie QUNDIS 

Mit der Unterstützung von Baumpaten wie QUNDIS konnte die Initiative bereits 7.020 Bäume pflanzen. Tendenz steigend. Auch Mandy Schneider ist überzeugt von der Aktion. „Nachhaltiges und verantwortliches Handeln sind wesentliche Aspekte und Richtschnur unserer Arbeit bei QUNDIS“, so Schneider, die Mitglied der Geschäftsführung bei QUNDIS ist. „Für uns ist es wichtig, direkt bei uns in der Region aktiv zu sein. Wer Thüringen als seine Heimat ansieht, verbindet mit den Wäldern besondere Erlebnisse und Eindrücke. Dieser Lebensraum für Pflanzen und Tiere ist durch die zunehmende Trockenheit im Sommer und Schädlingsbefälle bedroht. Wir wollen hier unseren Beitrag leisten und mit unserer Unterstützung der Baumpaten Thüringen die Aufforstung aktiv vorantreiben.“ 

Baumpflanzaktion der Baumpaten-Thüringen mit QUNDIS im Nov. 2022 | © „Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen“

QUNDIS will bis 2025 insgesamt 5.000 neue Bäume pflanzen 

Am 10. November wurden nun die ersten Setzlinge gepflanzt. Doch QUNDIS möchte die Baumpaten Thüringen über einen langen Zeitraum unterstützen. Geplant ist ein eigenes Waldstück. Mit Hilfe einer ersten Spende von QUNDIS konnten bereits 300 Bäume gepflanzt werden, bis 2025 sollen es insgesamt 5.000 werden. 

„Es ist wirklich großartig, dass Unternehmen wie QUNDIS ihren Beitrag leisten, um den Thüringer Wald zu schützen und aufzuforsten“, so Martin Zink von den Baumpaten Thüringen. Claudia Fiedler ergänzt: „Uns hat das Nachhaltigkeitskonzept der Baumpaten überzeugt. Sie setzen auf heimische Baumarten wie Rotbuche, Stieleiche oder Weißtanne und nutzen für die Aufzucht der Setzlinge Saatgut aus Thüringen. So können wir bestmöglich sicherstellen, dass die von uns gepflanzten Bäume auch in Zukunft Bestand haben werden und so der QUNDIS Wald weiterwachsen kann.“ 

 

Die QUNDIS Smart Factory: Täglich werden hier auf 4.500 qm Produktionsfläche Leiterplatten bestückt, gelötet, sortiert und geprüft und dann zu Messgeräten montiert und verpackt. Mehr als acht Millionen Wohnungen in über 30 Ländern sind bereits mit den Messgeräten von QUNDIS ausgestattet. Einer, der die Produktion bestens kennt und plant, ist Gerd Mastmann. Er ist Ansprechpartner für viele Themen und mit so ziemlich jedem Bereich und jedem Team vernetzt. Wir haben ihn einen Tag bei seiner Arbeit begleitet und zeigen, warum er jeden Tag über eine Stunde von Mühlhausen nach Erfurt pendelt und wie er sich privat beim Aufeinanderstapeln von Legosteinen mit seinem Sohn entspannt.

Wer Gerd Mastmann bei einer Führung durch die Smart Factory begleitet, merkt schnell: Dieser Mann kennt jedes Detail und jeden Arbeitsschritt. Mit Begeisterung erklärt der Produktionsplaner, wie Leiterplatten getestet und programmiert werden. Anschauliche Ausdrücke wie „das Rechenwerk wird mit dem Unterteil verheiratet“ leuchten auch jedem Laien ein. Er kann auswendig die Temperaturen nennen, mit denen die Wärmezähler trainiert werden. Selbst bei der vollautomatisierten Erzeugung der Heizkostenverteiler kann er jeden Arbeitsschritt erklären. Auch wenn viel automatisiert durch Maschinen erledigt wird, betont Gerd, wie wichtig der Anteil der Kolleginnen und Kollegen am Endprodukt sei. Vor allem der letzte prüfende Blick sei essenziell, damit sich der Kunde auf die Qualität der Produkte verlassen kann. Und dieser Aspekt ist für Gerd Mastmann wirklich sehr wichtig.   

Gerd Mastmann: treuer Mitarbeiter seit 2008 

Als Produktionsplaner hat Gerd den Überblick über die Produktion und steht gleichzeitig im stetigen Austausch mit dem Einkauf, der Logistik, dem Qualitätsmanagement und dem Industrial Engineering. Dass er sich so gut auskennt und gut im Unternehmen vernetzt ist, liegt nicht zuletzt daran, dass Gerd Mastmann schon lange im Unternehmen ist und gewissermaßen zu den Urgesteinen von QUNDIS gehört. Ursprünglich hatte er eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann für Unterhaltungselektronik abgeschlossen, musste aber seinen damaligen Job aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Ein Praktikum führte ihn zu QVEDIS in Mühlhausen. Seit 2008 ist er bei QUNDIS fest angestellt und auch geblieben, als QUNDIS im Sommer 2013 die beiden Standorte in Mühlhausen und in St. Georgen nach Erfurt verlagerte. „Es war die richtige Entscheidung für mich, dabei zu bleiben, denn die Arbeit bereitet mir viel Freude“, erklärt Gerd.   

Und so macht er sich jeden Morgen auf den Weg, um von Mühlhausen in das rund 60 km entfernte Erfurt zu fahren. Über eine Stunde beträgt der Fahrtweg, manchmal auch mehr, je nach Verkehrslage. Darum klingelt bei Gerd bereits der Wecker um 4:35 Uhr. Pünktlich um 5:35 startet die Fahrgemeinschaft, zu der noch zwei Kollegen aus dem Bereich Industrial Engineering dazugehören. Bereits während der Autofahrt nutzen die Kollegen die Zeit, um sich auszutauschen. Gegen 7:00 Uhr kommen sie in der Smart Factory an. Gerd startet seinen Arbeitstag damit, seine Mails zu checken und sich einen Überblick zu verschaffen. Feste Termine, unter anderem drei Mal die Woche die Morgenberatung, bringen Struktur in seine Woche.  

Arbeit inmitten der Produktion 

Auch wenn er gerne im Werk unterwegs ist, verbringt er doch die meiste Zeit an seinem Arbeitsplatz. Dieser befindet sich in einem Büro direkt in der Produktionshalle. Die Glasfront ermöglicht ihm, jederzeit einen Blick auf die Fertigung zu haben. Er befindet sich gewissermaßen mitten im Geschehen. Die Position seines Büros spiegelt auch seine Position innerhalb des Unternehmens wider: „Ich gehöre fest zur Produktion“, so Gerd. Darum sieht er sich nicht als übergeordnet, sondern als Teil des Ganzen. „Das Wort Bindeglied passt auch ganz gut zu mir, weil wir viel zwischen dem Werk und den anderen Bereichen kommunizieren“. Sein Büro teilt er sich mit seinem Kollegen Steffen und seiner Kollegin Angela. Die beiden sind ebenfalls Produktionsplaner und bilden ein Team, das sich gut kennt und in regelmäßigem Austausch miteinander ist.  

Zu Gerds Hauptaufgaben gehört es, die Produktion zu überwachen und zu planen. So erstellt er Schicht- und Arbeitspläne, überwacht die produzierte Menge und prüft die Effizienz. Wenn Gerd nicht gerade Arbeitspläne oder Auswertungen erstellt, erledigt er Buchungen mit SAP, legt dort neue Produkte an und sorgt dafür, dass die Produktion reibungslos abläuft. Denn nicht immer funktioniert alles nach Plan. Verspätet sich etwa eine Lieferung von Materialien, muss das Team die Planung umstellen. Weisen die gelieferten Waren Qualitätsmängel auf, müssen sie ebenfalls reagieren und die Produktion anpassen.  

Dabei ist es unerlässlich, dass sie sich als Team oft miteinander abstimmen und die besten Lösungen finden, um die Produktion am Laufen zu halten. Der Austausch mit anderen Teams, wie beispielsweise dem Einkauf, ist aktuell besonders wichtig. Aufgrund der weltweiten Rohstoffkrise müssen Gerd und das Team der Produktionsplanung gemeinsam mit dieser Abteilung sicherstellen, dass die Materialien auch rechtzeitig geliefert werden. Da sich die Situation weiter zugespitzt hat, müssen sie sich auch damit befassen, welche Alternativmaterialien für die Herstellung in Frage kämen und besorgt werden müssten. Gerd muss also Informationen einholen und weitergeben. Im Prinzip fungiert er als Vermittler zwischen der Produktion und allen involvierten Abteilungen. Dass jeder Tag neue Herausforderungen bringt, macht Gerd nichts aus. Im Gegenteil: Gerade das sei es, was ihm so viel Spaß bringe.  

Voller Terminkalender: zwischen Werksführungen und Vorproduktion 

Am liebsten ist Gerd allerdings unter Menschen und teilt seine Begeisterung für die Produkte mit anderen. Für Kundenführungen im Werk nimmt er sich deshalb gerne Zeit. Zwei Jahre lang mussten diese durch die Auflagen zur Eindämmung der Coronapandemie pausieren. Umso mehr freut er sich, die Kunden dieses Jahr wieder persönlich durch die Fertigung führen zu können. Ein besonderes Highlight war für ihn 2022 der Tag der offenen Tür, bei dem er viel positive Resonanz von Besucherinnen und Besuchern erhalten hat. Sein Terminkalender ist für den Rest des Jahres bereits gut gefüllt: Ein Arbeitskreis eines Fraunhofer-Instituts steht noch an, Projekte müssen abgeschlossen und die Vorproduktion für 2023 begonnen werden.  

 Für ihn selbst geht es dabei hauptsächlich um die Produkte, hinter denen er zu 100 % steht, da sie den Umweltgedanken vorantreiben. „Nur wenn man seinen eigenen Energieverbrauch kennt, kann man diesen effizient regulieren. So kann jeder zum Umweltschutz beitragen“, meint Gerd. Darüber hinaus fasziniert ihn in die Historie des Unternehmens. Dieser Mix aus Begeisterung für das Produkt, den Umweltaspekten und Unternehmensgeschichte sei es, warum er so zufrieden mit seinem Arbeitsplatz ist. Auch wenn Gerd den persönlichen Austausch bei seiner Arbeit besonders schätzt, ist er dankbar, dass er mit seinem Aufgabenfeld einmal die Woche die Möglichkeit hat, von zu Hause zu arbeiten. Die Zeit im Homeoffice nutzt er, um sich dem Projektgeschäft zu widmen. Für ihn ist diese Möglichkeit des Arbeitens ein großer Vorteil, denn so entfällt der Anfahrtsweg und er hat mehr Zeit für seinen achtjährigen Sohn.  

Mit vollem Herzen dabei 

Wenn Gerd in der QUNDIS Smart Factory vor Ort ist, endet sein Tag gegen 15:30 Uhr. Zu Hause angekommen, erwartet ihn sein Sohn schon sehnlichst. Gerd ist ein absoluter Familienmensch und verbringt privat gerne Zeit mit seinen Liebsten – sei es bei einem Spaziergang in der Natur, oder wenn er mit seinem Sohn Legosteine aufeinanderstapelt. Wenn noch etwas Zeit ist, greift er auch gerne zu einem Buch aus den Genres Thriller, Krimi und Science-Fiction. Wie auf der Arbeit gibt es auch daheim immer etwas zu tun. Doch all das macht er mit Freude. Solange er mit netten Menschen zusammen ist, ist er zufrieden. Und er freut sich, dass hinter seiner Arbeit bei QUNDIS auch ein tieferer Sinn steckt: „Die Produkte von QUNDIS tragen dazu bei, dass Privatpersonen ihre Verbräuche besser kennen“, erklärt Gerd. „Und in Zeiten einer weltweiten Rohstoffkrise mit steigenden Energiekosten ist es doch großartig, wenn Privatpersonen dadurch mitunter Geld sparen und der Umwelt etwas Gutes tun können“.  

 

Mit dem Siegel für geprüftes Umweltmanagement (EMAS) der Europäischen Union legte QUNDIS 2015 den Grundstein für sein Umwelt- und Nachhaltigkeitsengagement. Seit 2022 unterstützt QUNDIS als führendes Unternehmen im Bereich der Messgeräte und Systeme zur Verbrauchsdatenerfassung die Baumpaten-Thüringen.

Nachhaltiges und verantwortliches Handeln sind wesentliche Aspekte des Geschäftsmodells von QUNDIS. Die Messgeräte und Lösungen des Erfurter Unternehmens tragen zum Energiesparen bei und schonen die Umwelt. Nach langjährigem Engagement für eine globale Umweltschutzorganisation fokussiert sich QUNDIS in Zukunft auf das regionale Projekt Baumpaten-Thüringen. Das Projekt hat das Ziel, die Thüringer Wälder aufzuforsten und so eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu ermöglichen. Dadurch soll auch neuer Raum für bedrohte oder geschützte Tier- und Pflanzenarten entstehen.

 

QUNDIS strebt langfristige Unterstützung an, Start mit 300 Bäumen

QUNDIS will dabei die Baumpaten-Thüringen über einen langen Zeitraum unterstützen. Geplant ist ein eigenes Waldstück, das aus Bäumen besteht, die mit der Unterstützung von QUNDIS gepflanzt wurden. Mit Hilfe einer ersten Spende von QUNDIS konnten bereits 300 Bäume gepflanzt werden. Bis 2025 will das Erfurter Unternehmen sein Engagement weiter ausbauen und strebt die Zahl von 5.000 neuen Bäumen an.

Claudia Fiedler, Leiterin Marketing und Kommunikation: „Wir sind stolz auf das, was wir mit unserem nachhaltigen Engagement bisher erreicht haben. Nun wollen wir direkt bei uns in der Region aktiv sein. Denn wer Thüringen als seine Heimat ansieht, verbindet mit den Wäldern besondere Erlebnisse und Eindrücke. Dieser Lebensraum für Pflanzen und Tiere ist durch die zunehmende Trockenheit im Sommer und Schädlingsbefälle bedroht. Wir wollen hier unseren Beitrag leisten und mit unserer Unterstützung der Baumpaten-Thüringen die Aufforstung aktiv vorantreiben.“

    
Foto: Jacob Schröter

Nachhaltigkeit: Teil der Unternehmensphilosophie von QUNDIS – von den
Produkten bis zum Engagement

Volker Eck, Geschäftsführer von QUNDIS, erklärt: „Nachhaltigkeit ist uns ein wichtiges Anliegen. Unsere Funktechnologie und Softwarelösungen sorgen für mehr Transparenz bei den Verbrauchsabrechnungen, was nachweislich zum Energiesparen animiert. 2015 haben wir mit dem neuen Rücknahmesystem von Altgeräten und dem Siegel für geprüftes Umweltmanagement (EMAS) der Europäischen Union Meilensteine in Sachen Nachhaltigkeit gelegt. Nun fokussieren wir uns als Erfurter Unternehmen auf regionale Nachhaltigkeitsprojekte, die wir gerne und mit viel Leidenschaft unterstützen.“

  



Über QUNDIS:

Die QUNDIS GmbH ist Teil der noventic group und zählt in Deutschland zu den führenden Anbietern von Messgeräten und -systemen für die verbrauchsabhängige Erfassung sowie Abrechnung von Wasser und Wärme. Knapp acht Millionen Wohnungen in über 30 Ländern sind bereits mit Messgeräten „Made in Germany“ im Einsatz. QUNDIS-Systeme stehen für Nutzerfreundlichkeit, Qualität sowie technische Kompatibilität. QUNDIS forscht und produziert mit Firmensitz in Erfurt und blickt auf eine 30-jährige Unternehmensgeschichte zurück. www.qundis.de

Über Baumpaten Thüringen:

 „Ein Baum allein macht noch keinen Wald“ – Unter diesem Motto möchten wir stabile und standortgerechte Wälder entstehen lassen – Durch die Vermittlung von Baumpatenschaften. Für uns ist es wichtig, eine nachhaltige und zukunftsfähige Aufforstung zu ermöglichen. Wir möchten Raum für neues Leben schaffen und einen Rückzugsort für bedrohte und geschützte Tier- und Pflanzenarten aufbauen.

Aufgrund immer länger anhaltender Hitzewellen, milden Wintermonaten und daraus resultierendem Schädlingsbefall entstehen große Lücken bei privaten Forstbetrieben. Diese Lücken wollen wir mithilfe von Baumpatenschaften und neuen, hybriden Aufforstungssystemen schließen. So werden nicht genutzte Flächen in neuen Lebensraum verwandelt.

Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.baumpate-thueringen.de

Nach zwei Jahren virtueller Roadshow konnte QUNDIS am 2. Juni seine Kunden und Geschäftspartner nun wieder vor Ort in Erfurt begrüßen. Rund 120 Gäste sind der Einladung gefolgt und haben einen Einblick in aktuelle Produkt- und Marktthemen erhalten. Von Neuigkeiten bei der Messgerätetechnik bis hin zu Updates bei Softwarelösungen und regulatorischen Anforderungen bot das Programm einen umfangreichen Einblick in aktuelle Themen und Neuerungen.

Eine besondere Zeit sei es, in der wir leben, erklärte QUNDIS-Geschäftsführer Volker Eck bei seiner Eröffnungsansprache der Roadshow 2022 in Erfurt. „Wir dachten, wenn Corona durch ist, dann geht es weiter wie bisher“, so Volker Eck. Dann kam der Krieg in der Ukraine. Die Chipkrise hätte sich verschärft und Anfang des Jahres die Branche „voll getroffen“, ergänzt Geschäftsführer Jörg Hattenbach. Verschiebungen in den Lieferzeiten und höhere Beschaffungskosten seien die Folge gewesen. Aber: „Wir kommen zurück zu einer normalen Versorgung“, sagt Jörg Hattenbach. Und Volker Eck beschließt die Eröffnungsrede mit den Worten, man wolle nun mit Optimismus nach „vorne gucken“.

TIPP

Die Video-Aufzeichnung der Roadshow finden Sie in der virtuellen QUNDIS Welt. Der Zugang ist ab sofort ohne Passwort möglich. Einzig für den „Zutritt“ zur Mediathek benötigen Sie Ihre E-Mail Adresse und das Passwort QUNDISwelt. Hierfür bitte direkt auf „Oder loggen Sie sich ein“ klicken.

„Maßnahmen, die funktionieren“ – wie QUNDIS sich in Zeiten des
Rohstoffmangels positioniert

Das Thema Rohstoffmangel und Chipkrise wurde auch von Vertriebsleiter Björn Pressler aufgegriffen. Die global gestörten Lieferketten gehörten zu den Problemen, die QUNDIS nicht selbst lösen kann. Aber: „Wir haben Maßnahmen ergriffen, um dem entgegenzuwirken“, so der Vertriebsleiter. „Und unsere Erfahrungen zeigen: Es sind Maßnahmen, die funktionieren.“ So habe man etwa andere Lieferanten miteinbezogen oder etwa beim Wärmemengenzähler die Produktion so umgestellt, dass QUNDIS zu einem hohen Grad selbst fertigt und erst am Ende im Sinne des Auftraggebers das Produkt finalisiert. Das Resultat seien verringerte Reaktionszeiten. Beim elektronischen Wasserzähler hätte es QUNDIS sogar geschafft, dank eines in Betrieb genommenen vierten Prüfstandes „im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 30 % mehr zu produzieren“, sagte Pressler bei der Roadshow. Damit könne man kurzfristiger und besser auf Peaks reagieren. „Wir können mehr Geschwindigkeit in das Thema bringen“, so das Fazit des Vertriebsleiters. „Es zeigt, dass wir uns Gedanken gemacht und Themen auch umgesetzt haben.“

QUNDIS positioniert sich mit Nachhaltigkeitsstrategie und informiert
regulatorische Rahmenbedingungen

Abseits des großen Themas des Rohstoffmangels ging es etwa auch um Themen wie der Nachhaltigkeitsstrategie. Anderthalb Tonnen Kunststoffverpackungen könne QUNDIS laut Pressler jedes Jahr einsparen durch Optimierungen der Produktverpackungen. Innerbetriebliche Wege wurden ebenfalls optimiert. Auch die Verwertungsquote liege mit 98 % über der gesetzlichen Vorgabe von 75 %.

Thies Grothe, Head of Public Affairs der noventic Group, ging in seinem anschließenden Vortrag auf den aktuellen Status der EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) ein. Denn was die rechtlichen Rahmenbedingungen angeht, seien noch einige Änderungen geplant. Die Stoßrichtung sei aber recht deutlich. „Der klare Plan der EU-Kommission lautet, die Digitalisierung voranzubringen. Sie wollen dafür mehr Anreize schaffen“, so Grothe. Der Grundsatz der EU laute aktuell ganz klar: Efficiency first!

Unterjährige Verbrauchsinformationen und BSI-konformes Ablesen

Gerhard Mayer, Christian Wüst, Mirko Helbig und Sascha Gudjan aus dem Vertriebsteam gaben einen umfangreichen Einblick in Updates und Neuigkeiten bei der Messgerätetechnik wie Wasser- und Wärmezähler sowie den Softwarelösungen Q app, Q SMP, Q SAM und Q mobile. Dem Thema unterjährige Verbrauchsinformationen widmeten Sascha Gutjan und Sebastian Kellner ihren Vortrag. Mit Q eco stellt QUNDIS hier die passende Lösung bereit, um die UVI bereits heute umzusetzen.

Einer der Schwerpunkte war in diesem Jahr das Messstellenbetriebsgesetz und die QUNDIS- Lösungen rund um dieses Thema. Steffen Hefter und Ingo Stracke informierten das Publikum unter dem Titel „Jetzt schon an morgen denken. BSI-konformes Submetering“ unter anderem über die rechtlichen Rahmenbedingungen und dien Einfluss auf die Messdienstbranche. In diesem Rahmen wurde auch ein mögliches Kooperationsmodell für Messdienste vorgestellt und diskutiert. Die asko GmbH und das Stadtwerk Erfurt präsentierten in einem Best-Practice ihre Zusammenarbeit.

Fazit:

Nach der Roadshow zogen QUNDIS und die anwesenden Geschäftspartner ein positives Fazit. Björn Pressler, Bereichsleiter Vertrieb D-A-CH: „Nach zwei Jahren mit virtueller Roadshow freuen wir uns, mit Kunden und Partnern aktuelle Themen wieder live diskutieren zu können. Für uns war es ein voller Erfolg. Wir bedanken uns bei unseren Kunden und Partnern, die uns mit ihren Fragen und Anmerkungen gezeigt haben, dass wir die richtigen Themen im Fokus haben und auch sie die aktuellen Entwicklungen in der Branche sehr beschäftigen.“

Mit der EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) und der novellierten Heizkostenverordnung (HKVO) müssen ab Januar 2022 die unterjährigen Verbrauchsinformationen verpflichtend umgesetzt werden. Das bedeutet für Eigentümer, Wohnungsverwalter und Messdienste, dass sie von nun an Mieterinnen und Mieter monatlich über ihre Verbräuche informieren müssen. Mit Q eco bietet QUNDIS die passende Software-Lösung, um die unterjährigen Verbrauchsinformationen sicher und komfortabel umzusetzen.

So funktioniert die App Q eco für Mieter, Eigentümer, Hausverwaltungen und Messdienste

Mieter: Über die App Q eco können sich Mieterinnen und Mieter ihre Verbräuche für Wasser und Heizung auf einen Blick anzeigen lassen. Mit einem weiteren Klick erhalten die Nutzerinnen und Nutzer detaillierte Informationen zu den Verbräuchen pro Monat und zudem Vergleichswerte zu anderen Haushalten mit ähnlichen Wohnkonstellationen.

Messdienste: Um die unterjährigen Verbrauchsinformationen über Q eco zur Verfügung zu stellen, müssen die Messdienstleister die Messgeräte über die Software Q SMP erfassen und den jeweiligen Wohneinheiten und Liegenschaften zuordnen. Die Verbrauchsdaten werden dann via Q SMP und einem SFTP-Server übermittelt und in der App Q eco visualisiert. Alternativ ist ein automatischer Import aus Q SAM oder einem anderen Abrechnungs-/ERP-System möglich. Die Messdienstleister legen die Hauseigentümer und Verwalter je Liegenschaft im Q eco-backend an.

Eigentümer / Hausverwaltungen: Wurden alle relevanten Informationen im Backend erfasst, erhalten Eigentümer und Hausverwaltungen eine Einladung per E-Mail und bekommen so Zugriff, um Mieter- und Liegenschaftsdaten einzusehen und zu bearbeiten. Dort können sie die Daten zu den Liegenschaften, Wohneinheiten und Mietern pflegen. Sie können die Daten auch aus einem ERP-System bzw. einer Hausverwaltungssoftware importieren. Danach können sie die individuellen Zugangsdaten an die Mieter verschicken.

So erhalten Mieterinnen und Mieter Zugang zur App Q eco

Verbrauchsdaten sind natürlich sehr sensibel. Aus diesem Grund bekommen Mieterinnen und Mieter individuelle Zugangsdaten von den Eigentümern bzw. Hausverwaltungen zugeschickt. Die Nutzer können sich die App aus den Appstores (iOS und Android) kostenlos herunterladen und sich mit den Zugangsdaten einloggen. Ein Zugang via WebApp und Internetbrowser ist ebenfalls möglich. Haben sich die Mieterinnen und Mieter nicht per E-Mail authentifiziert, erhalten sie die Verbrauchsdaten monatlich per Post.

 

 

 

 

Q eco: die Lösungen für mehr Energieeffizienz, mit denen die
EED umgesetzt werden kann

Mit der App Q eco zeigt QUNDIS als führendes Unternehmen der Branche, wie die novellierte HKVO rechtssicher und komfortabel für die Mieterinnen und Mieter umgesetzt werden können. Von fernauslesbarer AMR-Funktechnik bis hin zur passenden Softwarelösung bietet QUNDIS hierfür das passende Komplettpaket. Mit der UVI-Lösung Q eco, die ab sofort verfügbar ist, können Eigentümer und Verwaltungen ihren Mietern die unterjährige Verbrauchsinformation bereitstellen. Geschäftsführer Volker Eck: „Wir wollen unseren Kunden bestmöglich bei der Umsetzung von Gesetzgebungen und Zukunftsthemen unterstützen. Dank unserer etablierten Q AMR-Funktechnik sowie der Datenbereitstellung durch Q SMP stehen Lösungen zur Erfüllung der UVI fristgerecht bereit. Wir bieten automatisierte Importfunktionen, zum Beispiel mittels CSV-Dateien oder direkt aus Q SAM bzw. einer anderen Abrechnungs-/ERP-Lösung. Das vereinfacht die notwendige Datenpflege und ermöglicht so eine optimale Nutzung Service für alle Beteiligten“.

 

Über QUNDIS:

Die QUNDIS GmbH ist Teil der noventic group und zählt in Deutschland zu den führenden Anbietern von Messgeräten und -systemen für die verbrauchsabhängige Erfassung sowie Abrechnung von Wasser und Wärme. Knapp acht Millionen Wohnungen in über 30 Ländern sind bereits mit Messgeräten „Made in Germany“ im Einsatz. QUNDIS-Systeme stehen für Nutzerfreundlichkeit, Qualität sowie technische Kompatibilität. QUNDIS forscht und produziert mit Firmensitz in Erfurt und blickt auf eine 30-jährige Unternehmensgeschichte zurück.

Digitale Innovationen schaffen neue Möglichkeiten für das Energiemanagement der Zukunft. Der Trend geht in Richtung Automated Meter Reading. Es profitieren Ablesedienste, Vermieter und Mieter. Ein Blick auf eines der modernsten Bauprojekte in Österreich – den TABA Tower in Wien.

Der grundlegend sanierte TABA Tower – ehemals ein Hotel – wird das Zentrum eines neuen, modernen Wohnviertels in Wien-Oberlaa. Bereits Anfang September 2017 wurde die Station Oberlaa als U1-Erweiterung eröffnet. Mit dem TABA Tower entstehen circa 160 Wohnungen sowie Gewerbeeinheiten. Das Projekt wird von der Immobiliengesellschaft RAAB & RAAB realisiert. „Ein besonderer Fokus liegt auf der Effizienz beim Energieverbrauch von Wärme, Wasser und Strom. Hierfür wurde das Gebäude mit modernster Technik für die Verbrauchserfassung via Cloud ausgestattet“, so Dr. Susanne Raab, Geschäftsführerin bei RAAB & RAAB. Die Funksystemlösung für die Datenerfassung und die Heizkostenmessgeräte kommen vom Hersteller QUNDIS aus Deutschland.

So funktioniert die automatisierte Verbrauchserfassung via Cloud

Für die digitale Wärmeverbrauchserfassung wird ein Automated Meter Reading (AMR)-Funksystem und eine digitale Plattform zum Monitoring der Messgeräte verwendet. „Das AMR kombiniert als technische Gesamtlösung Heizkostenverteiler und Wärmezähler sowie die Gateways, die alle Daten bündeln – inklusive der Daten von anderen Verbrauchserfassungsgeräten.“, sagt Gerhard Mayer, Area Sales Manager South/East bei QUNDIS. „Insgesamt haben wir mehr als 300 Funk-Zähler und 24 Gateways verbaut.“

Die Verbrauchsdaten werden via Smart Metering Plattform gesammelt. Diese stellt vollautomatisch alle gewünschten Zählerdaten in verschiedenen Dateiformaten und zu ausgewählten Zeitpunkten bereit – über die cloud-basierte Online-Plattform oder per E-Mail. Die Informationen werden vom beauftragten Ableseunternehmen für die Heizkostenabrechnung genutzt. Ein persönliches Ausrücken zum Gebäude ist nicht notwendig.

Zudem arbeitet QUNDIS aktuell an einem Portal, das die Verbrauchsdaten auch für die Mieter sichtbar macht. „Damit können die einzelnen Haushalte zukünftig ihren Energieverbrauch einsehen, analysieren und lernen effizienter mit den Ressourcen umzugehen. Das Energieeinsparpotenzial liegt bei bis zu 20 Prozent“, sagt Gerhard Mayer.

 

Auf rechtliche Regelungen vorbereitet

Die QUNDIS AMR-Funktechnik im Zusammenspiel mit der automatischen Datenbereitstellung über die QUNDIS Smart Metering Plattform (Q SMP) entspricht bereits heute den Vorgaben, die mit der europäischen Energieeffizienz-Richtlinie EED einhergehen. Aktuell wandeln die europäischen Länder die Pflicht – dass bei Neuausstattungen nur noch fernauslesbare Wärmezähler und Heizkostenverteiler in Gebäuden verbaut werden dürfen – in nationales Recht um. Somit ist die Verbrauchserfassung für den TABA Tower schon heute auf die zukünftig geltenden Regelungen in Österreich vorbereitet.

Moderne Technik erleichtert die Geräteinstallation

Die komplette Installation des AMR-Messsystems dauerte nur wenige Tage. Dass das Gebäude schon stand, war kein Problem: Da die installierten Gateways mit Batterien betrieben werden, war ein Kabelverlegen nicht notwendig. Gerade hierbei gibt es bei der technischen Neuausstattung von bereits bestehenden Gebäuden sonst viele Hürden – nicht aber beim TABA Tower. Und durch den flexiblen Einbau sowie die freie Positionierung der Gateways im Gebäude ist eine optimale Funkleistung garantiert. Das System ist zudem jederzeit um weitere Zähler und Gateways erweiterbar.

Bereits im April 2018 fanden erste Projektabstimmungen zwischen RAAB& RAAB und QUNDIS zum TABA Tower statt. Zunächst definierten alle Beteiligten erste technische Anforderungen, um die bestmögliche Kombination aus Geräten für das Gesamt-Messsystem zu planen. Im weiteren Verlauf wurden die technischen Details der Umsetzung, die Gerätepositionierung sowie der Zeitplan für die Ausrüstung final festgelegt. „Mit diesem Projekt hat RAAB & RAAB ein Beispiel dafür geschaffen, wie aus einem gewerblich genutzten Hotelkomplex ein erfolgreiches und nachhaltiges Wohngebäude werden kann – auch mit Hilfe modernster Technik für die Verbrauchserfassung“, so Gerhard Mayer.

Die Installation des Funknetzwerkes wurde im Januar 2021 vorgenommen. Die Inbetriebnahme des Systems ist für das Frühjahr geplant. Aktuell können die ersten Wohnungen seit dem 15.08.2022 bezogen werden.

TABA Tower

 

Eine Lösung, mit der alle profitieren

Am Ende ergibt die neue Technik zur Verbrauchsdatenerfassung eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Die AMR-Technik vereinfacht die Arbeit der Hausverwaltung und des Ableseunternehmens enorm. Durch das ständige, automatisierte Monitoring beim Messdienst erkennt dieser Störungen sofort – bevor es der Verwalter oder Mieter bemerkt. Ebenfalls entfällt der Aufwand für die Organisation von jährlichen Ableseterminen durch die Gebäudeverwaltung und die Abrechnung erfolgt mit Hilfe der Technik noch schneller. Und weil auch die zurückliegenden Verbrauchswerte gespeichert werden, sind keine Verbrauchsschätzungen mehr nötig – was bei der klassischen Ablesung vorkommt, wenn zum Beispiel ein Mieter zum Ablesetermin nicht anwesend war.

Und die Erfahrung zeigt: Ablesetermine sind von Mietern nicht gerne gesehen. Manch einer empfindet sie als einen Einschnitt in die Privatsphäre und ein anderer muss einen Urlaubstag dafür heranziehen. Für Hausbewohner sollte die Verbrauchserfassung deshalb möglichst unsichtbar geschehen. AMR-Technik erreicht dieses Ziel. Ein weiterer Pluspunkt: Bei Umzug entstehen keine zusätzlichen Kosten für die Mieter, weil die Zwischenablesung nicht mehr nötig ist. Insgesamt profitieren also alle: Hausverwalter, Mieter und der Messdienst.

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