Q eco: QUNDIS startet App für unterjährige Verbrauchsinformation (UVI)

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18. April 2022

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Mit der EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) und der novellierten Heizkostenverordnung (HKVO) müssen ab Januar 2022 die unterjährigen Verbrauchsinformationen verpflichtend umgesetzt werden. Das bedeutet für Eigentümer, Wohnungsverwalter und Messdienste, dass sie von nun an Mieterinnen und Mieter monatlich über ihre Verbräuche informieren müssen. Mit Q eco bietet QUNDIS die passende Software-Lösung, um die unterjährigen Verbrauchsinformationen sicher und komfortabel umzusetzen.

So funktioniert die App Q eco für Mieter, Eigentümer, Hausverwaltungen und Messdienste

Mieter: Über die App Q eco können sich Mieterinnen und Mieter ihre Verbräuche für Wasser und Heizung auf einen Blick anzeigen lassen. Mit einem weiteren Klick erhalten die Nutzerinnen und Nutzer detaillierte Informationen zu den Verbräuchen pro Monat und zudem Vergleichswerte zu anderen Haushalten mit ähnlichen Wohnkonstellationen.

Messdienste: Um die unterjährigen Verbrauchsinformationen über Q eco zur Verfügung zu stellen, müssen die Messdienstleister die Messgeräte über die Software Q SMP erfassen und den jeweiligen Wohneinheiten und Liegenschaften zuordnen. Die Verbrauchsdaten werden dann via Q SMP und einem SFTP-Server übermittelt und in der App Q eco visualisiert. Alternativ ist ein automatischer Import aus Q SAM oder einem anderen Abrechnungs-/ERP-System möglich. Die Messdienstleister legen die Hauseigentümer und Verwalter je Liegenschaft im Q eco-backend an.

Eigentümer / Hausverwaltungen: Wurden alle relevanten Informationen im Backend erfasst, erhalten Eigentümer und Hausverwaltungen eine Einladung per E-Mail und bekommen so Zugriff, um Mieter- und Liegenschaftsdaten einzusehen und zu bearbeiten. Dort können sie die Daten zu den Liegenschaften, Wohneinheiten und Mietern pflegen. Sie können die Daten auch aus einem ERP-System bzw. einer Hausverwaltungssoftware importieren. Danach können sie die individuellen Zugangsdaten an die Mieter verschicken.

So erhalten Mieterinnen und Mieter Zugang zur App Q eco

Verbrauchsdaten sind natürlich sehr sensibel. Aus diesem Grund bekommen Mieterinnen und Mieter individuelle Zugangsdaten von den Eigentümern bzw. Hausverwaltungen zugeschickt. Die Nutzer können sich die App aus den Appstores (iOS und Android) kostenlos herunterladen und sich mit den Zugangsdaten einloggen. Ein Zugang via WebApp und Internetbrowser ist ebenfalls möglich. Haben sich die Mieterinnen und Mieter nicht per E-Mail authentifiziert, erhalten sie die Verbrauchsdaten monatlich per Post.

 

 

 

 

Q eco: die Lösungen für mehr Energieeffizienz, mit denen die
EED umgesetzt werden kann

Mit der App Q eco zeigt QUNDIS als führendes Unternehmen der Branche, wie die novellierte HKVO rechtssicher und komfortabel für die Mieterinnen und Mieter umgesetzt werden können. Von fernauslesbarer AMR-Funktechnik bis hin zur passenden Softwarelösung bietet QUNDIS hierfür das passende Komplettpaket. Mit der UVI-Lösung Q eco, die ab sofort verfügbar ist, können Eigentümer und Verwaltungen ihren Mietern die unterjährige Verbrauchsinformation bereitstellen. Geschäftsführer Volker Eck: „Wir wollen unseren Kunden bestmöglich bei der Umsetzung von Gesetzgebungen und Zukunftsthemen unterstützen. Dank unserer etablierten Q AMR-Funktechnik sowie der Datenbereitstellung durch Q SMP stehen Lösungen zur Erfüllung der UVI fristgerecht bereit. Wir bieten automatisierte Importfunktionen, zum Beispiel mittels CSV-Dateien oder direkt aus Q SAM bzw. einer anderen Abrechnungs-/ERP-Lösung. Das vereinfacht die notwendige Datenpflege und ermöglicht so eine optimale Nutzung Service für alle Beteiligten“.

 

Über QUNDIS:

Die QUNDIS GmbH ist Teil der noventic group und zählt in Deutschland zu den führenden Anbietern von Messgeräten und -systemen für die verbrauchsabhängige Erfassung sowie Abrechnung von Wasser und Wärme. Knapp acht Millionen Wohnungen in über 30 Ländern sind bereits mit Messgeräten „Made in Germany“ im Einsatz. QUNDIS-Systeme stehen für Nutzerfreundlichkeit, Qualität sowie technische Kompatibilität. QUNDIS forscht und produziert mit Firmensitz in Erfurt und blickt auf eine 30-jährige Unternehmensgeschichte zurück.

Digitale Innovationen schaffen neue Möglichkeiten für das Energiemanagement der Zukunft. Der Trend geht in Richtung Automated Meter Reading. Es profitieren Ablesedienste, Vermieter und Mieter. Ein Blick auf eines der modernsten Bauprojekte in Österreich – den TABA Tower in Wien.

Der grundlegend sanierte TABA Tower – ehemals ein Hotel – wird das Zentrum eines neuen, modernen Wohnviertels in Wien-Oberlaa. Bereits Anfang September 2017 wurde die Station Oberlaa als U1-Erweiterung eröffnet. Mit dem TABA Tower entstehen circa 160 Wohnungen sowie Gewerbeeinheiten. Das Projekt wird von der Immobiliengesellschaft RAAB & RAAB realisiert. „Ein besonderer Fokus liegt auf der Effizienz beim Energieverbrauch von Wärme, Wasser und Strom. Hierfür wurde das Gebäude mit modernster Technik für die Verbrauchserfassung via Cloud ausgestattet“, so Dr. Susanne Raab, Geschäftsführerin bei RAAB & RAAB. Die Funksystemlösung für die Datenerfassung und die Heizkostenmessgeräte kommen vom Hersteller QUNDIS aus Deutschland.

So funktioniert die automatisierte Verbrauchserfassung via Cloud

Für die digitale Wärmeverbrauchserfassung wird ein Automated Meter Reading (AMR)-Funksystem und eine digitale Plattform zum Monitoring der Messgeräte verwendet. „Das AMR kombiniert als technische Gesamtlösung Heizkostenverteiler und Wärmezähler sowie die Gateways, die alle Daten bündeln – inklusive der Daten von anderen Verbrauchserfassungsgeräten.“, sagt Gerhard Mayer, Area Sales Manager South/East bei QUNDIS. „Insgesamt haben wir mehr als 300 Funk-Zähler und 24 Gateways verbaut.“

Die Verbrauchsdaten werden via Smart Metering Plattform gesammelt. Diese stellt vollautomatisch alle gewünschten Zählerdaten in verschiedenen Dateiformaten und zu ausgewählten Zeitpunkten bereit – über die cloud-basierte Online-Plattform oder per E-Mail. Die Informationen werden vom beauftragten Ableseunternehmen für die Heizkostenabrechnung genutzt. Ein persönliches Ausrücken zum Gebäude ist nicht notwendig.

Zudem arbeitet QUNDIS aktuell an einem Portal, das die Verbrauchsdaten auch für die Mieter sichtbar macht. „Damit können die einzelnen Haushalte zukünftig ihren Energieverbrauch einsehen, analysieren und lernen effizienter mit den Ressourcen umzugehen. Das Energieeinsparpotenzial liegt bei bis zu 20 Prozent“, sagt Gerhard Mayer.

 

Auf rechtliche Regelungen vorbereitet

Die QUNDIS AMR-Funktechnik im Zusammenspiel mit der automatischen Datenbereitstellung über die QUNDIS Smart Metering Plattform (Q SMP) entspricht bereits heute den Vorgaben, die mit der europäischen Energieeffizienz-Richtlinie EED einhergehen. Aktuell wandeln die europäischen Länder die Pflicht – dass bei Neuausstattungen nur noch fernauslesbare Wärmezähler und Heizkostenverteiler in Gebäuden verbaut werden dürfen – in nationales Recht um. Somit ist die Verbrauchserfassung für den TABA Tower schon heute auf die zukünftig geltenden Regelungen in Österreich vorbereitet.

Moderne Technik erleichtert die Geräteinstallation

Die komplette Installation des AMR-Messsystems dauerte nur wenige Tage. Dass das Gebäude schon stand, war kein Problem: Da die installierten Gateways mit Batterien betrieben werden, war ein Kabelverlegen nicht notwendig. Gerade hierbei gibt es bei der technischen Neuausstattung von bereits bestehenden Gebäuden sonst viele Hürden – nicht aber beim TABA Tower. Und durch den flexiblen Einbau sowie die freie Positionierung der Gateways im Gebäude ist eine optimale Funkleistung garantiert. Das System ist zudem jederzeit um weitere Zähler und Gateways erweiterbar.

Bereits im April 2018 fanden erste Projektabstimmungen zwischen RAAB& RAAB und QUNDIS zum TABA Tower statt. Zunächst definierten alle Beteiligten erste technische Anforderungen, um die bestmögliche Kombination aus Geräten für das Gesamt-Messsystem zu planen. Im weiteren Verlauf wurden die technischen Details der Umsetzung, die Gerätepositionierung sowie der Zeitplan für die Ausrüstung final festgelegt. „Mit diesem Projekt hat RAAB & RAAB ein Beispiel dafür geschaffen, wie aus einem gewerblich genutzten Hotelkomplex ein erfolgreiches und nachhaltiges Wohngebäude werden kann – auch mit Hilfe modernster Technik für die Verbrauchserfassung“, so Gerhard Mayer.

Die Installation des Funknetzwerkes wurde im Januar 2021 vorgenommen. Die Inbetriebnahme des Systems ist für das Frühjahr geplant. Aktuell können die ersten Wohnungen seit dem 15.08.2022 bezogen werden.

TABA Tower

 

Eine Lösung, mit der alle profitieren

Am Ende ergibt die neue Technik zur Verbrauchsdatenerfassung eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Die AMR-Technik vereinfacht die Arbeit der Hausverwaltung und des Ableseunternehmens enorm. Durch das ständige, automatisierte Monitoring beim Messdienst erkennt dieser Störungen sofort – bevor es der Verwalter oder Mieter bemerkt. Ebenfalls entfällt der Aufwand für die Organisation von jährlichen Ableseterminen durch die Gebäudeverwaltung und die Abrechnung erfolgt mit Hilfe der Technik noch schneller. Und weil auch die zurückliegenden Verbrauchswerte gespeichert werden, sind keine Verbrauchsschätzungen mehr nötig – was bei der klassischen Ablesung vorkommt, wenn zum Beispiel ein Mieter zum Ablesetermin nicht anwesend war.

Und die Erfahrung zeigt: Ablesetermine sind von Mietern nicht gerne gesehen. Manch einer empfindet sie als einen Einschnitt in die Privatsphäre und ein anderer muss einen Urlaubstag dafür heranziehen. Für Hausbewohner sollte die Verbrauchserfassung deshalb möglichst unsichtbar geschehen. AMR-Technik erreicht dieses Ziel. Ein weiterer Pluspunkt: Bei Umzug entstehen keine zusätzlichen Kosten für die Mieter, weil die Zwischenablesung nicht mehr nötig ist. Insgesamt profitieren also alle: Hausverwalter, Mieter und der Messdienst.

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KMUs prägen die Branche der Messdienstleister. Sie haben den Vorteil, dass sie meist schlankere Verwaltungsstrukturen haben als große Konzerne. Auf der anderen Seite scheuen sie Investitionen in die Digitalisierung ihrer Prozesse. Denn neue Softwarelösungen oder der Kauf von fernauslesbaren Geräten – etwa für Automated Meter Reading – fordern zunächst Investitionen. Die Effekte werden aber erst mittelfristig sichtbar. Die Folge: Papier ist in fast allen Bereichen das Kommunikationsmittel Nummer Eins. Schließlich kostet ein Karton mit hunderten Blatt Papier nur ein paar Euro und Unternehmen müssen Mitarbeitende nicht extra schulen. Und bei den Messgeräten sind häufig noch Walk-by-Lösungen der Standard anstatt einer komplett digitalen Zählerfernauslesung.

Diese Politik der zurückhaltenden Digitalisierung mindert die Produktivität und lähmt die Prozesse vom Auftragseingang bis zur -abwicklung. Aber bereits heute lässt sich die Produktivität vieler Messdienstleister verdoppeln. Und: Die novellierte EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) macht die Umstellung auf fernauslesbare Technik in verschiedenen Stufen zur Pflicht. Mirko Helbig, Koordinator Regionalvertrieb D-A-CH bei QUNDIS weiß, wo die aktuell größten Schwachstellen liegen und wie Unternehmen der Branche, ihre Prozesse digitalisieren und wirtschaftlicher gestalten können.

1. Papier lähmt den Prozess der Auftragsabwicklung

In vielen Betrieben im Bereich der Messdienstleistungen sieht der nicht-digitalisierte Prozess der Auftragsabwicklung so aus: Der Kunde ruft an, der Auftrag wird im System erfasst und ausgedruckt. Der Monteur geht in das Büro, nimmt das Blatt Papier aus seinem Postkasten und schreibt vor Ort alles mit Kugelschreiber auf. Das Ganze geht dann oft per Post wieder an den Innendienst, der die Daten vom Papier ins System überträgt. Dass dieser Prozess zu aufwendig und ineffizient ist, sollte schnell klar sein. Dennoch ist es oft gelebte Praxis und Alltag in vielen KMUs der Branche. Dabei könnte es mit moderner Technologie wesentlich einfacher sein.

Dann sähe das Ganze so aus: Der Innendienst legt den Auftrag in einer Verwaltungssoftware wie zum Beispiel der QUNDIS Smart Administration Software (Q SAM) ab. Dank fernauslesbarer Geräte können die Daten monatlich aus dem Büro erfasst werden. So können sich die Monteure auf ihr Kerngeschäft fokussieren: die Installation und Inbetriebnahme von Messgeräten und Auslesetechnik. Solche Aufträge würde die Software automatisiert einem Monteur und einer Tour zuweisen. Dieser hat sein Tablet dabei, das sich alle 15 Minuten aktualisiert. Er muss dazu nicht zur Zentrale fahren und sein Postfach prüfen. Fahrzeiten für die Abholung von Auftragsunterlagen, Postversand und Papierverwaltung entfallen komplett.

2. Datenerfassung auf Papier vermindert die Qualität der Daten

Die manuelle Erfassung der Daten auf Papier verlangsamt nicht nur den Prozess an sich. Es macht den Ablauf auch sehr anfällig für Fehler. Ein durchschnittlicher Monteur hat im Schnitt circa 80 Heizkörper, deren Daten er pro Tag erfasst, auch mal mehr oder weniger. Dabei können natürlich Fehler auftreten. Und sie passieren jeden Tag in Deutschland. Denn zunächst gelangt das Papier in den Innendienst, der die Daten überträgt – wieder eine Fehlerquelle, schließlich ist nicht jede Handschrift klar und sauber und auch beim Übertragen an sich können sich Fehler einschleichen.

Stimmt etwas nicht, wird das aber meist erst dann deutlich, wenn die Richtigkeit von externen Dienstleistern geprüft wird. Und dann beginnt die Fehlersuche. Eine Digitalisierung der Datenerfassung kann die Fehler nicht auf null reduzieren, aber sie kann die Fehlerquellen signifikant minimieren und die Zeit, bis der Fehler erkannt wird, deutlich reduzieren. Von der App würden die Daten direkt in das System gelangen, das bereits erste Fehler erkennen kann.

3. Nicht-fernauslesbare Technik führt zu ungleichmäßiger Auslastung

Durch eine ausgebliebende Digitalisierung bündelt sich bei vielen Messdienstleistern die große Last auf rund fünf Monate im Jahr. Meist fallen die einmal jährlich stattfindenden Zählerstanderfassungen auf den Januar oder Februar. Dann herrscht Hochbetrieb. Bei tausenden Geräten in der Betreuung müssen hier nun die Daten erfasst und übertragen werden, damit die Mieter rechtzeitig ihre Abrechnungen erhalten. Der Stress verstärkt sich, weil zu diesem Zeitpunkt dann erstmals bestehende Gerätemängel festgestellt und behoben werden müssen. Der Druck steigt. Wie angenehm ist da doch das Arbeiten in einem digitalisierten Betrieb: Mit klug eingerichteten Gateways und Geräten, die aus der Ferne ausgelesen werden können, ist es möglich, die Daten monatlich zu erfassen und auszuwerten.

Das heißt: Eine Verbrauchserfassung und -abrechnung ist ganzjährlich möglich. Eventuelle Probleme können also bereits im Mai oder Juni erkannt und behoben werden. Wie gesagt: Eine Digitalisierung kann auch Fehler nicht zu 100 Prozent eliminieren. Aber sie sorgt dafür, dass die Auslastung besser verteilt ist.

QUNDIS AMR SMP Systemhaus

 

4. Fachkräftemangel & EED erzwingen effizientere Strukturen

Der Fachkräftemangel durchzieht alle Branchen. Auch Messdienstleister sind davon betroffen. Es wird immer schwieriger, das passende Personal für die Aufträge zu finden oder geeignete Nachwuchskräfte aufzubauen und dauerhaft zu binden. Die novellierte EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) erhöht dazu noch den Handlungsdruck. Unweigerlich erfordert die EED eine Neustrukturierung des Marktes. Mittelständische Messdienstleister werden wegen ihrer direkten Kundennähe wachsen und dabei ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber den Großunternehmen ausbauen müssen. Doch wenn das bisherige Personal in den Ruhestand geht und es kaum Nachfolger gibt, was kann ein Unternehmen tun?

Die Antwort liegt in einer Optimierung und Digitalisierung der bestehenden Prozesse. Die zentrale Frage lautet: Wie schaffe ich es, mein Unternehmen in die Lage zu versetzen, dass es mehr Bestand ohne Mehraufwand betreuen kann? Folgende Beispiele aus der Praxis zeigen, welche enormen Einsparpotenziale durch eine intelligente Digitalisierung entstehen können. Ein von QUNDIS mit Geräten ausgestatteter Messdienstleister ist ein Einzelunternehmen und betreut rund 2.000 Wohnungseinheiten, alle über Gateways verbunden. Kein Gerät muss manuell ausgelesen werden. Ein anderes Unternehmen nutzt keine Zählerfernauslesung, beschäftigt 15 Angestellte und betreut 15.000 Nutzeinheiten, also 1.000 pro Angestellten. Es ist also klar, dass gerade die Unternehmen, die über Fachkräftemangel klagen, ihre Investitionen in neue Softwarelösungen und fernauslesbare Geräte verstärken müssen, um mit weniger Personal mehr Arbeit zu erledigen.

5. Walk-by: ein etablierter Standard mit Nachteilen

Bei den Messdiensten hält sich nach wie vor Walk-by als Standard bei der Ablesung von Verbrauchswerten. Dabei muss der Ablesedienst nicht die Wohnung oder das Büro betreten, sondern empfängt die Daten außerhalb des Gebäudes oder in dem Bereich, der öffentlich zugänglich ist. Möglich ist das, weil ein mobiler Datenempfänger die Verbrauchswerte von den Messgeräten erhalten hat, die dann an ein mobiles Endgerät übertragen werden. Das Verfahren Walk-by hat allerdings seine Nachteile. Dazu gehört unter anderem, dass es nicht die optimale technische Lösung ist, um die gesetzlichen Anforderungen aus der EED umzusetzen. Die Walk-by-Lösung kann zwar EED-konform gestaltet werden, allerdings wären die Aufwände und Kosten dann sehr hoch. Dass eine komplette Umstellung auf eine Fernauslesung zu teuer ist, ist hingegen häufig mehr ein Bauchgefühl als eine Tatsache. Wir bei QUNDIS haben mit zwei Beispielkunden eine Prozessanalyse gemacht. Inklusive Kilometerpauschale, Zeit für Datenaustausch zwischen den Geräten und Lohnkosten (neue Bundesländer). Wir kamen auf 35 Euro bis 55 Euro pro Wohngebäude. Dieser Aufwand lässt sich auf ein absolutes Minimum reduzieren, wenn ein Unternehmen komplett auf Zählerfernauslesung umstellt.

Fazit

Auch wenn die EED zwar ein zügiges Umstellen auf fernauslesbare Technik erfordert, agieren viele KMUs im Bereich der Messdienstleistungen hier noch sehr zögerlich. Zu teuer und komplex erscheint vielen die Aufgabe. Bei genauerer Betrachtung amortisieren sich die Kosten mittelfristig in jedem Fall und führen zu einer starken Produktivitätssteigerung. Unternehmen der Branche müssen handeln, um den Anschluss nicht zu verlieren. Sie müssen die eigenen Schwachstellen kennen und sich diesen bewusst sein – und dann agieren. Wer aus eigenem Antrieb mit der Umstellung der Geräte und Digitalisierung überfordert ist, sollte deshalb auf externe Beratung setzen und gemeinsam die Prozesse analysieren und die Kosten des Umstiegs mit denen des Status Quo gegenrechnen. Unsere Erfahrungen nach vielen Jahren Prozessoptimierungen zeigt: Mehr Digitalisierung und fernauslesbare Geräte lohnen sich mittelfristig immer. Denn sie führen zu einer verbesserten Qualität der Messdienstleistung und einer gleichmäßigeren Verteilung der Unternehmensressourcen auf das gesamte Jahr.

Am 5. November hat der Bundesrat der Novellierung der Heizkostenverordnung (HKVO) zugestimmt, am 24. November erfolgte nun die formale Zustimmung durch die Bundesregierung. Die HKVO setzt die Vorgaben der EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) in deutsches Recht um. Damit werden die Rahmenbedingungen für mehr Klimaschutz im Gebäudesektor festgelegt.

Bereits für den Oktober 2020 war die Umsetzung der EED in deutsches Recht vorgesehen. Mit einiger Verspätung hatte das Bundeskabinett im August 2021 die Novelle der Heizkostenverordnung beschlossen. Die Zustimmung durch den Bundesrat am 5. November erfolgte unter der Bedingung, diese nach drei Jahren zu evaluieren. Der Schritt war für die Branche wegweisend, denn die EED sieht unter anderem vor, dass bei technischen Neuausstattungen nur noch fernauslesbare Wärmezähler und Heizkostenverteiler in Gebäuden verbaut werden dürfen. Das Kabinett musste der Beschlussfassung dann am 24. November noch formal zustimmen.

Statement von QUNDIS Geschäftsführer Volker Eck

Für QUNDIS, ein führendes Unternehmen im Bereich der Messgeräte und Systemen zur Verbrauchsdatenerfassung, war dieser Schritt längst überfällig und sinnvoll. Volker Eck, Geschäftsführer der QUNDIS GmbH: „Der Klimaschutz gehört zu den wichtigsten Themen unserer Zeit, darum begrüßen wir es außerordentlich, dass die Novellierung nicht nur die wichtige Hürde durch den Bundesrat genommen hat, sondern nun auch das Kabinett final zugestimmt hat. Das ist für die gesamte Branche ein wichtiges Signal und schafft notwendige Klarheiten. Nur mit einer voranschreitenden Digitalisierung und fernauslesbarer Technologie schaffen wir die Voraussetzungen, dass Mieterinnen und Mieter mehr Transparenz über ihre Verbräuche haben und so Heizkosten einsparen können.“

Kritik am Festhalten an walk-by-Lösungen

Deutlich kritischer sieht Geschäftsführer Volker Eck allerdings die Tatsache, dass auch walk-by-Lösungen weiterhin als fernauslesbar gelten, bei denen Messdienste an Liegenschaften vorbeifahren und aus der Umgebung die Verbräuche erfassen. „Technisch ist die monatliche Auslesung mit walk-by möglich, aber der Gesetzgeber sendet hier ein falsches Signal. Da unterjährige und somit monatliche Verbrauchsinformationen mit Vergleichsdaten zur Pflicht werden, müssen Messdienste bei walk-by-Technologien die Liegenschaften monatlich abfahren. Das ist für kleinere Betriebe kaum umsetzbar“, so Volker Eck. „Nur mit AMR-Technologie lassen sich die Anforderungen wirklich kosten- und energieeffizient umsetzen“.

QUNDIS bietet die Technik, um die Vorgaben umzusetzen

Für die Branche der Messdienste bedeutet die Zustimmung durch den Bundesrat und durch das Kabinett also einige Veränderungen. Sie werden fernauslesbare Technik nutzen müssen, um die Vorgaben effektiv und rechtssicher umsetzen zu können. QUNDIS bietet als Marktführer die passenden Lösungen dafür. Dabei stellt die AMR-Funktechnik im Zusammenspiel mit der QUNDIS Smart Metering Plattform eine wichtige Basis dar. Hier werden Ablesedaten automatisch bereitgestellt. Mit der UVI-Lösung Qeco, die ab Januar 2022 verfügbar sein wird, können die Eigentümer und Messdienste ihren Mietern die unterjährige Verbrauchsinformation bereitstellen. Geschäftsführer Volker Eck: „Messdienste, Wohnungsverwaltungen und Baugenossenschaften können schon jetzt die Anforderungen der EED umsetzen. Die technischen Voraussetzungen sind da, können genutzt werden und werden ständig ergänzt und weiterentwickelt. Wir stehen Messdiensten und Verwaltern zur Seite, um die Vorgaben umzusetzen und gleichzeitig bestehende Prozesse zu optimieren“.

Über QUNDIS:

Die QUNDIS GmbH ist Teil der noventic group und zählt in Deutschland zu den führenden Anbietern von Messgeräten und -systemen für die verbrauchsabhängige Erfassung sowie Abrechnung von Wasser und Wärme. Knapp acht Millionen Wohnungen in über 30 Ländern sind bereits mit Messgeräten „Made in Germany“ im Einsatz. QUNDIS-Systeme stehen für Nutzerfreundlichkeit, Qualität sowie technische Kompatibilität. QUNDIS forscht und produziert mit Firmensitz in Erfurt und blickt auf eine 30-jährige Unternehmensgeschichte zurück. www.qundis.de

 

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